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Reichstädt
Übersicht:
Schloss Reichstädt: Bau,
und Besitzgeschichte
Schloss Reichstädt im Besitz
der Familie von Schönberg
-> Entwicklungen nach 1945 bis 1998
Schloss Reichstädt seit
1998
Entwicklungen nach 1945 bis 1998

Während des zweiten Weltkrieges diente das Schloss auch als Auslagerungsort
für Kunstschätze. So sicherte man Teile des Brühlschen
Schwanenservice in Schloss Reichstädt.
Ende Oktober wurden 1945 Hans und Margarete von Schönberg im Rahmen
der Bodenreform enteignet und mussten unter Zurücklassung ihres gesamten
Besitzes in den Westen fliehen.
In den folgenden Jahren diente das Schloss als Schule, Kindergarten, Kinderhort,
Kulturhaus und Kreispionierhaus, so dass es trotz des Abrisses großer
Teile des Rittergutes und der völligen Entfernung des Mobiliars und
der Innenausstattung in seiner Grundsubstanz erhalten blieb. Um den neuen
Nutzungen gerecht zu werden wurden erneut erhebliche Umbauarbeiten durchgeführt.
Beispielsweise wurde der Gartensaal durch große Öffnungen mit
den Nachbarräumen verbunden, so dass sich nunmehr ein 170 Quadratmeter
großer Saal ergab.
Nach der Wende hatte das Schloss noch kulturelle Funktionen und wurde
weiter von einigen Mietern bewohnt. Seit 1993 bot es das Landratsamt zum
Verkauf an und wurde nach langem Leerstand schließlich von Dr. Ilse
v. Schönberg im Jahr 1998 erworben.
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