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Stammwappen der Familie von Schönberg
WappensageIn Kalabrien, nahe am Toskanischen Meere, liegt eine kleine Stadt mit
einem Bergschlosse, Belmonte genannt. Dahin kam 600 Jahre vor Christus
Geburt mit den ersten Rhätiern zur Zeit des Römischen Königs
Tarquinus Priscos eine Familie, die sich zu hohen Ehren und Würden
erhob. Diese Herren von Belmont übersiedelten in der Folgezeit nach
Chur in Graubünden, verdeutschten ihren Namen und nannten sich von
Schönberg. Sie waren im Jahre 775 unter denjenigen Grafen und Herren,
mit welchen Karl der Große nach der Eroberung der Feste Brunsbergerrath,
wie und wo er Gott zu danken und ehren ein Benedektiner Kloster erbauen
möchte. Aus der Schweiz verbreiteten sie sich nach Hessen und hausten
da selbst an der Diemel in ihrem Schlosse Schönenberg, an welchem
noch an heutigem Tage die Trümmer zu sehen sind. Auch am Rheinstrome
breiteten sie sich aus und kamen von dort nach Meißen, Sachsen,
Böhmen, Schlesien und der Lausitz. Ihr Wappenschild zeigt einen springenden
Löwen, der zu obern Hälfte rot, zur untern Hälfte grün
ist. Es soll nämlich einmal ein Ritter aus dieser Familie im gelobten
Land am Ufer eines Flusses, der sehr morastig und mit Schilf bewachsen
war, von einem Löwen überfallen worden sein. Als ihn nach langem
und beschwerlichen Kampf der Ritter erlegte, fand es sich, daß der
Löwe zur Hälfte mit Meerlinsen bedeckt war und deshalb grün
aussah.
Wappentafeln aus den Jahrhunderten
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