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Nachrichten und Aktivitäten

 

Ausstellungen

 

"Spurensuche in Sachsen - Die Familie von Schönberg in 8 Jahrhunderten"

Ausstellung auf Schloß Nossen

 

Unter diesem Titel eröffneten wir unsere nunmehr dritte Ausstellung am 21. September 2006 in Schloss Nossen. Ungefähr 100 geladene Gäste erschienen zu der Eröffnung. Die besonders freundlichen Begrüßungsworte des neuen Direktors der „Staatlichen Schlösser , Burgen und Gärten Sachsens“ , Herrn Dr. Christian Striefler, warfen bereits ein Schlaglicht auf die zukünftige Präsentation der Dauerausstellung im Südflügel des Schlosses. Hier wird voraussichtlich ab 2009 die „Schönbergsche Stiftung“ zusammen mit der „Kulturstiftung des Sächsischen Adels“ in den eigens dafür zu sanierenden Räumen eine Dauerausstellung präsentieren können, wie sie wohl einzigartig sein dürfte.


Es folgte der Festvortrag von Herrn Prof. Karl-Heinz Blaschke, der in seiner vitalen Art nicht nur das Wirken der „Herren von Schönberg - ein hervorragendes sächsisches Adelsgeschlecht“ beleuchtete, sondern darüber hinaus das Wirken des sächsischen Adels im Ganzen durch eine Analyse der Strukturen dieser Familien herausarbeitete. Im Zentrum seiner Überlegungen stand dabei die Weitergabe von Verhaltensregeln, Wissen, Erkenntnissen und Verbindungen über viele Generationen hinaus, die zu besonderen Fähigkeiten führten.


Die Schönberg-Ausstellung ist in 7 Themenkomplexe gegliedert
• Ritter und Lehnsmänner -die Grundlage adliger Existenz
• Äbte, Bischöfe und Kardinal - die Schönbergs in geistlichen Ämtern
• Im Dienst des Landesherren -Schönbergs als Oberberghauptleute in Freiberg
• Gutsbesitzer und Mäzene-Familie von Schönberg und Ferdinand v. Rayski
• Schönbergs im Dienste der französischen Könige
• Kavalierstour, Bildungs - und Abenteuerreise
• Stichesammlung der ehemals im Besitz der Familie befindlichen Burgen, Schlösser und Rittergüter


Bei den Exponaten handelt es sich überwiegend um Portraitgemälde aus dem Eigentum der Stiftung, die dankenswerterweise um Leihgaben insbesondere aus den Häusern Kreipitzsch, Rothschönberg und Thammenhain und anderen Familienzweigen ergänzt werden. Neben den Gemälden - unter anderem 4 Gemälde von Ferdinand v. Rayski- sind Waffen, Rüstungsteile, Bücher, Lehnsbriefe usw. zu sehen. Besondere Aufmerksamkeit genießt unsere Stichesammlung. Diese haben wir aus Leihgaben und Schenkungen der Familie sowie durch Ankauf zusammengetragen. Gesammelt werden insbesondere die Besitze, die mehr als 100 Jahre in Schönbergschem Eigentum standen. Das sind ungefähr 120 Häuser , von denen jetzt bereits 62 zu sehen sind. Daneben sind die Besitze auf einer Karte gekennzeichnet, sodass der Betrachter ein Gefühl für die von den Schönbergen ehemals bewohnten Regionen erhält.
In diesem Jahr fanden bereits zwei sehr gut besuchte Sonderführungen durch Dr. Rüdiger Frhr. v. Schönberg statt. Im nächsten Jahr werden wir diese Sonderführungen fortsetzen und darüber hinaus durch Vorträge immer wieder einzelne Themenkreise besonders beleuchten.


Die Schönberg - Ausstellung findet großen Zuspruch. Die meisten Besucher kommen gezielt, da sie von der Ausstellung in der Presse erfahren haben und sich an ihrem Heimatort mit Schönbergscher oder sächsischer Adelsgeschichte in Heimatvereinen o.ä. beschäftigen. Gezielt werden jedoch auch Schulklassen angesprochen, um das Geschichtsdefizit und herrschende Vorurteile bereits bei den Kindern abzubauen; die Nachfrage ist da! Dies wird auch ein sehr wichtiger Aspekt für die künftige Dauerausstellung der „Kulturstiftung des sächsischen Adels“ sein.

 

Die Ausstellung ist zu den normalen Öffnungszeiten des Museums zu sehen. Die Öffnungszeiten sowie alle Sonderveranstaltungen sind der Website des Museums zu entnehmen:

www.schloss-nossen.de Tel.: 035242-50430

 

Vorträge zur Ausstellung in Nossen

 

25.2.2007- 15 Uhr - Dr. Nils Brübach, Staatsarchiv Dresden: „Habent fata libelli- Zur
Überlieferungsgeschichte der Archive sächsischer Adelsfamilien von
1945 bis in die Gegenwart“.

4.3.2007- 16 Uhr- Lienhard Buck: „Ein sächsisches Wirtschaftswunder im 18. Jahrhundert?-
Zur Rolle des Landadels bei der Einführung des Staatspapiergeldes 1772“.

20.5.2007- 15 Uhr - Sonderführung durch die Ausstellung mit Frhr. Dr. Rüdiger v. Schönberg
20.5.2007-16 Uhr - Sybille Reschke, Restauratorin am Museum der Bildenden Künste,
Leipzig: „Einblicke in die Arbeit einer Bilderrestauratorin am Beispiel der
Schönbergschen Sammlung“.

 

 

Freistaat Sachsen und v.Schönberg`sche Stiftung schließen Vertrag über zukünftige Dauerausstellung auf Schloss Nossen

 

Im Rahmen eines Festakts im Kaminsaal von Schloss Nossen wurden am 12.Mai 2005 zwischen dem Staatsbetrieb Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, der v.Schönberg`schen Stiftung sowie dem Verband Sächsischer Adel e.V. Verträge für eine zukünftige Dauerausstellung „Der Sächsische Adel“unterzeichnet.

 

Marion v.Sahr-Schönbergund Stèphane Beemelmans

bei der Vertragunterzeichnung  

Foto:Claudia Hübschmann

 

„Schloss Nossen wird zum Zentrum für Geschichte und Gegenwart des Adels in Sachsen ausgebaut. Ab 2008 wird hier, wie nirgendwo sonst in Sachsen, das gesellschaftliche Wirken des Adels in einer komplexen Form präsentiert“, das verkündete Finanzstaatssekretär Dr.Wolfgang Voß als oberster Vertreter des Freistaats in seiner Festrede. Einzigartig in Deutschland, dass ein dem Adel einer Region gewidmetes Museum staatliche Förderung erfährt. Etwa 5.8 Mio. Euro wird der Freistaat in den nächsten Jahren in Schloss Nossen investieren, davon allein 2.7 Mio. Euro für die Sanierung des für die Dauerausstellung vorgesehenen Südflügels. Noch in diesem Jahr sollen 400.000 Euro in das Projekt fliessen.  

 

Vor einem überraschend  grossen Auditorium und in Anwesenheit zahlreicher Pressevertreter wurden die Verträge von Stèphane Beemelmans, dem Leiter der Sächsischen Schlösserverwaltung, und von Marion v. Sahr-Schönberg, der Vorstandsvorsitzenden der v. Schönberg`schen Stiftung unterzeichnet. In ihrer Begrüssungsrede beschrieb diese die Rolle ihrer Familie in der Geschichte Sachsens sowie das Konzept der Stiftung. Geschickt nahm sie dabei die jüngste Wahl eines Deutschen zum Pabst zum Anlass, auf das Wirken des Vorfahren Nikolaus v.Schönberg als Kardinal in Italien und das Schaffen Schönberg`scher Bischöfe in Naumburg und Meissen hinzuweisen.

In Gesprächen mit Vertretern das öffentlichen Lebens stellte sich heraus, welch grosses Ansehen sich die Familie mit der Gründung der v.Schönbergschen Stiftung bei der gesamten Bevölkerung erworben hat. Der seinerzeitige Entschluss fast aller Erben und Erbeserben der Purschensteiner Stiftung, auf ihre individuellen Ansprüche in Bezug auf Bilder, Möbel und andere Kunstgegenstände zu verzichten und diese auf den Familienverband bzw. die Stiftung zu übertragen, wird als grosszügige und in die Zukunft weisende Entscheidung gesehen.

 

Dass ausgerechnet Schloss Nossen zum Sitz des sächsischen Adelszentrums erkoren wurde, wird zu einem nicht geringen Teil mit dem grossen Erfolg der letztjährigen Ausstellung „Ritter,Bischof,Berghauptmann - das Wirken der Schönbergs in Sachsen“

auf Schloss Nossen erklärt.

Die v.Schönbergs seien eine Familie, die sich beispielhaft um die Pflege und Bewahrung ihres kulturellen Erbes bemühe und damit für die Landesregierung ein willkommener und zuverlässiger Partner für eine  angemessene und langfristig angelegte Nutzung von Schloss Nossen. Auch heute noch scheint die räumliche Nähe zu den früheren Schönberg`schen Besitzen Roth-Schönberg und Tanneberg eine gewisse Rolle gespielt zu haben, sowie natürlich die Tatsache, dass Schloss Nossen von 1315 bis 1436 den Bischöfen von Meissen gehörte, darunter  Dietrich v.Schönberg.

 

 

"Ritter Bischof, Berghauptmann – das Wirken der Schönbergs in Sachsen"

Ausstellung vom 1.5.- 14.11.2004 in Schloß Nossen

 

Die Exponate werden vorraussichtlich ab 2006 in einer Dauerausstellung im Schloss Nossen präsentiert.

 

 

Ein Großteil der Gemälde können in der virtuellen Bildgalerie besichtigt werden.

 

Aktivitäten

Eine erste Ausstellung der Stiftungsbilder erfolgte von September 1998 bis April 2002 in den Räumen der Stadt- und Bergbaumuseums Freiberg.
In der Zwischenzeit konnten eine Fülle von Gemälden restauriert werden bzw. befinden sich in Restaurierung. Das größte Restaurierungsvolumen hat das Gemälde Ferdinand von Rayskis „Die Schlacht bei Borodino“, das 2,24 m x 3,95 m große Gemälde wird z. Z. einer großen Restaurierung unterzogen und wird ab 1.5.2004 in der Schönberg´schen Ausstellung in Schloß Nossen zu sehen sein.


 

Ferner beteiligte sich die Stiftung an der Restaurierung der Stifterfiguren des Altars der Kirche von Roth-Schönberg.


Im Oktober und November 2003 unterstützte die Stiftung die Restaurierung der Porträts der von Schönberg´schen Oberberghauptleute aus der Bergakademie Freiberg. Diese Gemälde werden 2004 in der Stiftungsausstellung in Schloß Nossen zu sehen sein.

 

 

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