![]() |
![]() |
|
| Home > Familienverband >
Familienverband historischAm 26. Oktober 1675 wurde von 19 Vettern aus dem Geschlecht v. Schönberg in Freiberg im Erzgebirge der „von Schönberg´sche Geschlechtsverein“ gegründet.
Geschlechtsordnung des Schönberg'schen Familienverbandes, 1665
Die Geschlechtsordnung von 1675 die damals entstand, ist eine der wenigen Geschlechtsordnungen aus der Zeit die noch heute erhalten ist. Sie ist in der Ausstellung in Nossen im Original zu sehen (Bilder vom Original, siehe Anhang).
Seitdem ist die Familie 110 Male zu regelmäßigen Familientagen zusammengetroffen. Der Antrieb für die Gründung des Geschlechtsvereins im Jahre
1675 war einerseits der Wunsch nach regelmäßigem Erfahrungsaustausch
unter den Vettern sowie gegenseitiger Unterstützung. Andererseits
suchte man durch den Zusammenschluss, den Lehnsbesitz in der Familie zu
erhalten, hatte die Familie doch schon vor der Zeit des Absolutismus manche
der wertvollsten und ältesten Besitze an den Kurfürsten verloren.
Mit der 1842 erneuerten Geschlechtsordnung wollte man daher insbesondere auch den Erhalt der Besitze in der Familie sichern, und zwar durch Familien- Fideikommisse. Das galt für fast alle alten Besitze der Familienbesitze. Die Eigentümer banden sich in ähnlicher Form wie bei den alten Lehen gebunden, vor allem waren die Fideikommisse nicht mehr frei veräußerbar und vererblich. Das sog. Fideikomissauflösungsgesetz von 1929 sah das Ende dieser Institution vor. Die Eigentümer der Familienkomisse Purschenstein und Reichstädt wandelten daraufhin ihre Besitze in Familienstiftungen um.
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden die alten Familienbesitze konfisziert.
Fast alle Familienmitglieder wurden aus Sachsen vertrieben. Damit musste
sich der Geschlechtsverein einer völlig neuen Aufgabe stellen: den
Zusammenhalt unter den enteigneten Vettern und Cousinen sichern, seelische
und auch wirtschaftlichen Stütze sein.
|